EPSPERTENWISSEN – alles über EPS-Dämmstoffe, einfach erklärt
Fachliche Prüfung: Dipl.-Ing. Klaus Köhler, Anwendungstechnik
Stand: Juni 2026
EPS-Dämmung – die wichtigsten Fragen direkt beantwortet
Was ist EPS?
EPS steht für expandiertes Polystyrol. Es handelt sich um einen geschäumten Dämmstoff, der im Bauwesen zur Wärmedämmung von Gebäuden eingesetzt wird. Durch seine Struktur aus geschlossenen Luftzellen besitzt EPS eine geringe Wärmeleitfähigkeit und reduziert den Wärmeverlust über die Gebäudehülle.
Wie funktioniert Wärmedämmung mit EPS?
EPS-Dämmstoffe verringern den Wärmetransport durch eingeschlossene Luft in den Polystyrolzellen. Der Wärmedurchgang wird über den sogenannten Lambda-Wert beschrieben. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Dämmwirkung.
Ist EPS brennbar?
EPS-Dämmstoffe für den Baubereich sind brandschutztechnisch geprüft und nach DIN EN 13163 klassifiziert. Sie werden mit Flammschutzmitteln ausgerüstet und müssen die baurechtlichen Anforderungen an Baustoffklassen erfüllen.
Ist EPS nachhaltig?
EPS lässt sich mehrfach recyceln und wird bei HIRSCH Porozell teilweise aus rezyklierten Rohstoffen hergestellt.
EPS – mal ganz in Zahlen gesehen
Eigenschaft
Brandverhalten
Wärmeleitfähigkeit (λ)
Feuchteverhalten
Schallschutz
Gewicht
Typischer Einsatz
EPS (Styropor®)
Schwer entflammbar (B1/E), schmilzt bei Hitze
ca. 0,031–0,040 W/(m·K)
Nimmt kaum Feuchte auf
Gut bei Trittschall, geringer bei Luftschall
Sehr leicht (ca. 15–30 kg/m³)
WDVS, Boden-, Dach-, Kellerdeckendämmung
Gesetzliche Anforderungen & Normen
Anwendungstechnik, HIRSCH Porozell – 20+ Jahre Erfahrung im Bereich EPS-Dämmstoffe
Fachlich geprüft · Stand: Juni 2026
EPS-Dämmung – Häufig gestellte Fragen zu EPS-Dämmstoffen
Fachgerecht verbaute EPS-Dämmstoffe haben eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren und länger, da EPS nicht verrottet und kaum Feuchte aufnimmt.
EPS besteht zu rund 98 % aus Luft und lässt sich vollständig recyceln. HIRSCH Porozell verarbeitet im Rahmen seiner REcycle-Initiative Alt-EPS zu neuen Produkten wie Thermozell.
Ja, EPS-Dämmplatten eignen sich sowohl für den Neubau als auch für die nachträgliche energetische Sanierung von Fassade, Dach, Boden und Kellerdecke.
Der Lambda-Wert (λ) beschreibt die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffs. Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmwirkung bei gleicher Materialstärke.
Das hängt von Druckfestigkeit, Einsatzort und Belastung ab. Für Bodendämmung wird häufig EPS 100, für höher belastete Flächen wie Geoblöcke im Tiefbau EPS 200 eingesetzt. Eine individuelle Beratung durch unsere Anwendungstechnik wird empfohlen.
Glossar – Wichtige Begriffe rund um EPS-Dämmung
Europäische Produktnorm für Wärmedämmstoffe aus expandiertem Polystyrol (EPS).
Sie beschreibt, wie stark EPS belastet werden kann, ohne sich unzulässig zu verformen. Für Anwendungen unter Estrichen, Bodenplatten oder Flachdächern werden deshalb besonders druckfeste EPS-Typen eingesetzt.
Expandiertes Polystyrol – geschäumter Kunststoff-Dämmstoff, auch bekannt als Styropor®.
Graues EPS enthält spezielle Zusätze, häufig Graphitpartikel, die Wärmestrahlung reduzieren. Dadurch erreicht es eine bessere Dämmwirkung als herkömmliches weißes EPS bei gleicher Materialdicke.
Als Perimeterdämmung bezeichnet man die Wärmedämmung von Bauteilen, die mit dem Erdreich in Kontakt stehen, beispielsweise Kelleraußenwände. Dafür werden speziell für Feuchte und Druckbelastungen geeignete Dämmplatten eingesetzt.
Die Rohdichte beschreibt die Masse eines Dämmstoffs im Verhältnis zu seinem Volumen. EPS zeichnet sich durch eine sehr geringe Rohdichte und damit ein niedriges Eigengewicht aus.
Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Wärme durch ein komplettes Bauteil – beispielsweise eine gedämmte Außenwand – verloren geht. Je kleiner der U-Wert, desto besser ist der Wärmeschutz.
Der μ-Wert gibt an, wie stark ein Material die Diffusion von Wasserdampf behindert. EPS besitzt einen höheren Diffusionswiderstand als beispielsweise viele mineralische oder faserförmige Dämmstoffe.
Außendämmung von Fassaden inklusive Putz und Armierung.
Die WLS ordnet Dämmstoffe nach ihrer Wärmeleitfähigkeit ein. Beispielsweise steht WLS 032 für eine Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(m·K). Ein niedrigerer Wert bedeutet eine bessere Dämmleistung.
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Unsere Anwendungstechnik berät Sie persönlich und unverbindlich.